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Story |
Eine interaktive Story!? Da ich kein grosser Freund von Gästebüchern bin, die Idee von kurzen Notizen auf einer Homepage aber durchaus witzig finde, sei hier ein neuer Versuch lanciert: schreibe ein Stück an einer Geschichte weiter. |
Eine Frau verstand einmal ein Wort falsch. Statt "Bitte Kleingeld bereithalten" las sie "Bitte kein Geld bereithalten" und ging am Buschaffeur vorbei, ohne zu bezahlen.
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von Mättu |
Ohne weiter nachzudenken ging sie im Bus ganz nach hinten und setzte sich auf den linken Sitz. Seit sie naemlich in einer Frauenzeitschrift einmal einen Artikel zum Thema "Sicherheit in öffentlichen Fahrzeugen" gelesen hat in dem es darum ging, wo man sich in welchem Fahrzeig am Sichersten hinsetzt, setzt sie sich nur noch auf diesen Sitz, da dies angeblich der sicherste sei.
Leider hat sie bevor sie sich hingesetzt hat nicht auf den Sitz geschaut und ist in einen Kaugumi gesessen.
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von Chriggi |
"Sicherster Sitz, pah!", dachte sie sich, "was soll an einem Sitz sicher sein, der mit Kaugummi beklebt ist?" Da verstand sie plötzlich: Auf dem letzten Sitz klebt IMMER ein Kaugummi, der in Kurven besseren Halt gewährt! Hocherfreut über diese vormittägliche Erkenntnis betrachtete sie die vorüberziehenden Häuserblocks, als der Bus plötzlich scharf bremste, so dass die Schultaschen der im Bus nach Hause fahrenden und lärmenden Kinder mit einem schleifenden Geräusch in Richtung Fahrerkabine rutschten. Die Frau fühlte sich sicher wie nie zuvor in einem Bus, da sie sich voll auf den Kaugummi unter ihrem mit einem feinen schottenrockgemusterten Seidenrock verhüllten Hintern verliess. Und siehe da: sowohl Rock wie auch Kaugummi überstanden die Zugbelastung, die durch die Vollbremsung des Busses entstand. Als der Bus nach kurzem, aber lautem Quitschen zum Stillstand kam, blickte die Frau nach vorne, wo die bunt karierten Schultaschen der Kinder kreuz und quer übereinander lagen. Die vorderste Tür beim Fahrer öffnete sich und drei Gestalten - welche sie durch die tief am Himmel stehende Abendsonne nicht richtig erkennen konnte - stürzten in den Bus hinein: "Kleingeld her, und keine Mätzchen!"
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von Dannnni |
Die Frau schaute etwas verwundert die drei schrägen Typen an und überlegte sich, wieviel sie ihr allenfalls abknüpfen könnten. Sie konnte sehen, dass alle Leute, welche vor ihr sassen, hastig nach ihren Portemonnaies suchten, als einer der Männer, eine Pistole zückte und sie einem alten Mann an die Schläfe hielt, der mit zittrigen Händen an seinem Geldbeutel "rumknübelte".
Das ging eindeutig zu weit fand die Frau und wollte sich von ihrem Sitz erheben, um dem alten Mann zu Hilfe zu kommen. Als sie aber aufstehen wollte, merkte sie, dass sie so fest an ihrem Kaugummi festklebte, dass sie keinen Millimeter von ihrem Platz wegkam (es musste sich bei diesem Kaugummi wohl um einen Superbazooka handeln). Also musste sie wohl oder übel auf ihrem Sicherheitsplatz sitzen bleiben. "He Sie da vorne", rief sie, "haben Sie nicht gelesen, dass da beim Chauffeur vorne angeschrieben steht BITTE KEIN GELD BEREITHALTEN ?"?"
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von lulu |
Die Typen musterten die Frau lange und ausgiebig. Sie schauten ihr tief in die Augen. Tiefer. Noch tiefer. Ganz verdammt tief. Sie ahnten nicht, welches kaugummiverklebte Autobusmonster sie da musterten. Karli, der Draufgänger, ging auf sie zu und schaute ihr nochmals - ganz verdammt tief - in die Augen. Er sah in ihrem Funkeln etwas merkwürdiges, ganz verdammt tiefes. Er war so davon hingerissen, dass er bald wie ein Hubba-Bubba-Kaugummi zu zerplatzen drohte, sein ganzes Leben zog an ihm wie in einem Film vorbei. Wie er damals als Kind nie einen Wyys machen konnte - er konnte drei Buben, drei Nel und drei Asse haben aber einfach nie vier von der Sorte. Sein Herz rutschte ihm in den Hintern und wurde da zum primitiven Furz. Aber es half alles nichts: er hatte seinen Meister gefunden. Die Frau zog ihre Bazooka und knallte ihm einen Schuss mitten durch das Kreuz-As.
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von Göpf Egg |
"Who cares?" sagte einer von Karlis Kameraden, "Karli hat nie richtig zu uns gehört!"
"I care" erwiederte der Buschauffeur, "denn ich muss die Schweinerei aufputzen, und die zersprungenen Scheiben werden mir vom Gehalt abgezogen!"
Dann ging der zweite Ganove auf die Frau, die in der hintersten Reihe immer noch auf dem Kaugummi sitzt zu und sagte zu ihr: "Du hast wohl zu viel Tomb Raider gespielt, oder was?"
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von N-Dee |
\"Und wenn schon?\", antwortete die Frau. Und sie wollte schon wieder mit ihrer Bazooka losballern, als der dritte von Karlis Kameraden - nicht der Nihilist - Einhalt gebot: \"Halt!\", sagte er, \"Sie fühlen sich nur als Mensch unverstanden, weil Sie seit Anfang der Geschichte nicht mal einen Namen haben.\" Der Zeigeringer der Frau zitterte am Abzug. In ihrem Hirn wurden längst verrostete Synapsen wiedereröffnet. \"Nennen wir Sie Sabine Kurver\", sagte der höflichste von Karlis Kameraden rasch. Dann fing er an, mit seinem Nastuch die Sauerei zusammenzuputzen, während der Blick des Chauffeurs langsam milder wurde.
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von Franzone |
-Nächster Halt \"Mineralquelle\"- Sabine Kurver blickt auf, stösst ein leises \"so blöd\" aus und eilt zum Ausgang.
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von Barbara |
plözlich dreht sie sich um ...und dachte, -oh nein meine Slipanlage klebt an diesen kaugumi.
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von bubu |
...und nach vielen, vielen Jahren, erwachte sie plötzlich und fand sich immer noch neben der Mineralquelle, aber der Bus war inzwischen ganz leer. Nur noch eines dieser Kinder, die bei der Vollbremsung so gequietscht hatten, lag da, und war inzwischen zum Greis geworden. Denn Schultaschen mit Kuhfellen trug schon seit Generationen keiner mehr. Sabine fragte sich, ob es denn wenigstens noch Slipeinlagen gäbe, und Bazokka-Kaugummis, und wozu das alles. Dann stand sie auf, ging nach vorne und stieg aus, um diesen ausgestorbenen Planet der Affen zu erkunden. Mineralien in Quellen versteinern ja nicht so schnell.
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von Franzone |
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